„Es ist ganz wichtig, dass wir uns von Titelträumen verabschieden“ Einen Punkt hinter dem Tabellenführer vier  vor dem Verfolger mutet eine solche Aussage eigentümlich an. Ich vermute, dass Zoki sie schon bereut, weil sie ihm wie nasse Fetzen um die Ohren gehaut wird. Hat er das tatsächlich so gemeint? Ich denke nicht. Er möchte endlich diesen verdammten Druck loswerden, diese übermächtige Erwartungshaltung.

Schon im Debakel gegen Valencia hat sich der Trainer nach dem 3:0 auf die Trainerbank verschanzt und sich dem Schicksal ergeben, anstatt sich als Kopf der Mannschaft zu begreifen um zu verhindern, was nicht zu verhindern war: das mannschaftliche Gefüge brach auseinander. Auch im Rückspiel ein ähnliches Bild: Zoki ergeben. Gegen die Admira: „Naja, wir sind halt nicht so gut“.

In der Gruppenphase der Euroleague war man auf Zug: Ajax, Shakhtar, Villarreal. Gegen diese Brocken immer als Underdog, der nichts zu verlieren hatte und siegte: Ein Lauf samt Dynamik hat Mannschaft und Fans beflügelt, die Erwartungen bei weitem übertroffen. Nach dem Absturz in Europa dann das Cupausscheiden, sämtliche Erwartungen hängen nun an der Mission 33: Rapid muss Meister werden!

Gerade als Salzburg patzt und man endgültig nicht mehr als Underdog auftreten kann, wird die Erwartungshaltung übermächtig. Das Kollektiv kackt ab, Zoki ergibt sich: wir sind halt nicht so gut. Zum Siegen braucht es Mut. Hütteldorf, wir haben ein Problem.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion von Forza Rapid.

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