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Meinung
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Tränen füllen ihre Augen. Mir wird sehr, sehr übel. Nachdem sie mir nochmals erklärt, warum sie sich nicht mehr im Stande sieht, die Beziehung weiter zu führen, fährt sie in der Straßenbahn davon und schaut mich noch lange an und ich sehe, dass sie nach wie vor weint. Zwei Tage später spielt Rapid gegen Sturm. Auswärts, also bei mir daheim in Graz. Jürgen Patocka trifft zum 1:0 für Rapid. Wir alle brüllen und lachen vor Freude. Mir bleibt dann das Lachen aber ein wenig im Hals stecken, weil ich sie ein paar Reihen unter mir entdecke. Da hat sie aber nicht mehr geweint, sondern gejubelt. Auch wenn ich mich dann nicht mehr so ganz auf das Spiel konzentrieren konnte, bekam ich doch noch am Rande mit, dass Jelavic noch ein Tor schoß und Sonnleitner vorzeitig duschen ging.