Einhergehend mit der Eröffnung des Weststadions ist auch eine wichtige Einrichtung des Vereins wieder auferstanden: Das Rapideum. 2011 eröffnet und im Jahr 2014 bereits wieder aufgrund des Stadionabrisses geschlossen, erstrahlt das nunmehr doppelt so große Rapideum mit 165m² in neuem Glanz.

Nach Begrüßung durch die Dionys-Schönecker-Statue am Gerhard-Hanappi-Platz können die Tickets für das Rapideum im Fancorner erworben werden. Für die seit Anfang August buchbaren Stadiontouren benötigt es jedoch eine Buchung im Voraus, welche auch online möglich ist. Bei großen internationalen Vereinen ist es meist üblich, dass man nach dem Museumsbesuch direkt in den Fanshop gelangt. Auch das neue Rapideum lebt nach dieser Tradition und ist am Ende des Fanshops platziert.

Unter der Leitung des Koordinators Laurin Rosenberg und Kurator Thorsten Leitgeb setzt man weiterhin auf das altbewährte Konzept mit Laden gleich dem DDR-Museum in Berlin. Aufgrund der räumlichen Erweiterung gibt es jedoch auch viele neue Exponate zu sehen.

Exponate aus dem Gerhard-Hanappi-Stadion

Gleich bei Eintritt in das Museum fällt der Schriftzug der Südseite des Gerhard-Hanappi-Stadions auf, welcher hier an der Wand montiert wurde. Weitere Erinnerungen an das Gerhard-Hanappi-Stadion, wie ein detailgetreues Stadionmodell, Teile des Bauplanes oder ein Stadionheft, finden hier Platz. Auch zur Pfarrwiese gibt es sehenswerte Ausstellungsstücke, wie beispielsweise ein Kassenschild. Auf der erhaltenen Holzbank der Pfarrwiese kann auch im neuen Rapideum Platz genommen werden. Begleitet wird die Ausstellung wie üblich von multimedialen Komponenten, bei Videos aus über fünf Jahrzehnten kann man rasch einmal die Zeit vergessen und in Nostalgie schwelgen.

Besondere Elemente des Rapideums

An die düsteren Zeiten des Nationalsozialismus wird erneut mit einer Lade mit der Aufschrift „Niemals vergessen“ erinnert – eine Lade, die sich nicht schließen lässt. Ein zweites Element dieser Form findet sich im Fanbereich, wo eine Lade unter dem Namen „Freiheit für die Jungs“ erst aufgesperrt werden muss. Sie erinnert an Repressionen der Justiz gegenüber Rapid-Fans. Das Fanthema wird grundsätzlich sehr ausführlich behandelt, auch die Weststadion-Thematik findet ihren Platz. Eine weitere Besonderheit ist die „Jubelkabine“, wo man seinem Jubel freien Lauf lassen kann – sie wirkt noch ein wenig ungewöhnlich in diesen Räumlichkeiten.

Die Legendensäulen

Neu ist auch, dass jeder Spieler der Jahrhundertelf eine eigene Säule erhielt. Neben diesen elf Spielern wurde nur noch Steffen Hofmann diese Ehre zu Teil, dessen Spielerspind aus dem Hanappi-Stadion sich auch in den Räumlichkeiten befindet. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine eindrucksvolle Wand mit diversen Statistiken rund um das Gerhard-Hanappi-Stadion, sowie einem altbewährten Platzhalter mit der Aufschrift „Der Teller gehört nach Hütteldorf!“. Wer sich die Zeit bis zum nächsten Spiel versüßen möchte, sollte das neu eröffnete Rapideum aufsuchen und gleich mit einer Stadiontour kombinieren – höchste Empfehlung!

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 10:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag und Freitag: 10:00 – 20:00 Uhr
Samstag: 10:00 – 18:00 Uhr
An Spieltagen: ab 10:00 Uhr

Preise:
Nur Rapideum: Kind € 3,- , Mitglied € 5,- , Erwachsener € 7,-
Rapideum + Stadiontour (vorher buchen!): Kind € 3,- , Mitglied € 12,- , Erwachsener € 15,-

Infos: http://www.skrapid.at/de/startseite/verein/geschichte/rapideum/
Tickets: https://tickets.rapidshop.at/skrapid/ajax.aspx/shop/56c617c2-8f09-44c9-be68-94089ea2d490/Fuehrungen.html

 

 

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