Ausgabe #11 – Drei Wege nach Europa

Ausgabe #11 der Hütteldorfer Revue ist wieder voll mit allem, was Hütteldorf bewegt:

  • Interviews mit: Neo Trainer Damir Canadi, der kein Messias sein will. Mit Domenico Jacono und Mario Huslich, die bei der Entstehung des Leitbilds kräftig mitgemischt haben. Mit Ex-Rapidler Oliver Lederer, der sich Gedanken über seine Chancen beim SCR macht. Mit Staatsarchivdirektor Wolfgang Maderthaner, der sein Fanleben Revue passieren lässt und last but not least mit Graeme Sharp, der Everton Legende, der sich an das legendäre EC-Finale gegen Rapid in Rotterdam 1985 erinnert!
  • Coverstory: welche Wege führen für den SCR doch noch nach Europa?
  • Ein Leben nach St. Hanappi: auf der Suche nach den legendären Kippsesseln
  • Sportlich analysiert: die Herbstsaison im Rückspiegel inklusive Spielerbewertung
  • Fanzone: die Green Lions im Portrait und Vorsprung durch Technik: gefahrloses Zündeln ante portas?
  • Taktikbrett: was bringen die sogenannten Standards?
  • Making of: Katalin Hanappi erzählt über die Doku über Opa Gerhard
  • Filmreif:  Tommi „Popper“ Fackler, Hans Janda, Roland Holzinger und Walter „Konsul“ Rehberger lassen Dreharbeiten zum Fernseh-Tatort wieder aufleben
  • Erlebnisorientiert: auf ein Bier mit Urgestein Walter „Konsul“ Rehberger
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Leseproben

 

  • 1983 wurden einige bekannte Rapid-Fans des Mordes verdächtigt. 34 Jahre danach holt Forza Rapid den Cold Case aus der Schublade und vier unmittelbar Beteiligte zum „Verhör“.

    Edelfans erzählen über den TatortdrehEdelfans erzählen über den TatortdrehGegen grün-weiße Fans wurde schon oft ermittelt. Einmal sogar im „Tatort“: Karl Merkatz und Fritz Eckhardt, der auch das Drehbuch geschrieben hatte, sollten in der 150. Folge der Fernsehserie im Umfeld der SCR-Anhänger einen – natürlich fiktiven – Mord aufklären. Die Dreharbeiten waren ansonsten aber teilweise recht nahe an der Realität, standen sich doch die echte Wiener „He“ – und die schlecht gelaunte Hautevolee der Fanszene Rapids gegenüber, was für ordentlich Trubel sorgen sollte …

  • Damir Canadi soll das Leck geschlagene Rapid-Schiff wieder auf Kurs bringen. Der Neo-Trainer über sein Spielverständnis, den unbedingten Willen zum Sieg und wie die Europacup-Qualifikation doch noch gelingen kann.

    Damir Canadi, mit Altach waren Sie auf dem besten Weg, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte einzufahren, bei Rapid droht Ihnen heuer nur Mittelmaß. Wie schwer ist Ihnen vor diesem Hintergrund der Wechsel nach Wien gefallen?
    Für die Saison war das keine leichte Entscheidung, mit Blick auf die nächsten Jahre ist dieser Schritt aber richtig. Die Herausforderung, mit Rapid den vielleicht ersten Titel im neuen Stadion einzufahren war für mich so groß, dass ich das unbedingt machen wollte. Die Situation jetzt ist zwar keine leichte, aber wir werden das Beste daraus machen.

    Damir Canadi im Gespräch mit Forza RapidUnter dem Strich hat Sie also die langfristige Perspektive gelockt?
    Die langfristige Perspektive habe ich jetzt nicht in den Raum gestellt, der Vertrag läuft schließlich nur bis Sommer 2018. Der Verein hat mir zwar einen langfristigeren Vertrag angeboten, ich will mir das hier aber in den nächsten eineinhalb Jahren genau ansehen, bevor ich mich länger binde.

    Auf welche Bereiche werden Sie dabei besonders achten?
    Ich will in der Zeit vor allem sehen, wie sehr sich jeder für den Erfolg einbringt. Ich alleine kann keine Titel gewinnen. Ich bin kein Zampano und kein Messias, wir können nur gemeinsam Erfolge feiern. Und damit das gelingt, müssen viele Zahnräder ineinander- greifen und muss jeder – vom Zeugwart bis zum Präsidenten – dem Erfolg alles unterordnen. Ansonsten wird es schwierig!

  • Am 24. Mai 2003 füllen Linzer Jugendliche auf dem Weg zum Heimspiel gegen den FC Kärnten das Fanklub-Formular aus und gründen die Green Lions. Heute sind die Oberösterreicher eine der vier großen Gruppen im aktiven Teil des Block West.

    Green Lions FahneDie letzte Partie der Herbstsaison auswärts gegen den SCR Altach war zum Vergessen. Saft- und kraftlos fügte sich Rapid der Niederlage, während die Vorarlberger Anhänger ihre Winterkönige bejubelten. Interessant ist die Begegnung für unsere Geschichte trotzdem, prangte doch zu Spielbeginn als Teil der Choreografie am Zaun vor dem Rapid-Sektor ein Banner mit den Wappen der vier ultra-orientierten Fanklubs des SCR: Rechts neben dem Lorbeerkranz des SK Rapid die Wappen von Ultras und Tornados, links daneben das der Lords und der Green Lions, die in diesem illustren Kreis eine Sonderstellung einnehmen. Als einziger der großen Fanklubs im Block West stammen sie nämlich nicht aus Wien, sondern aus Oberösterreich. Genauer: Aus dem Großraum Linz, und da sie zum Zeitpunkt ihrer Gründung ihre Reisen zu den Spielen mehrheitlich am Linzer Hauptbahnhof antraten, wählten sie die dort aufgestellten, vom Bildhauer Jakob Adlhart ursprünglich für die Salzburger Todtbrücke (die heutige Staatsbrücke) geschaffenen Löwen aus Stein zu ihrem Namensgeber.

    Auch wenn der Löwenkopf heute gleichwertig neben den Wappen von Ultras, Tornados und Lords steht, der Anfang war recht unscheinbar. Die Green Lions hatten sich nicht gegründet, um eine Ultra-Gruppe zu werden, sie wollten zunächst ein normaler Fanklub sein. Das Anmelde-Formular füllten sie während der Fahrt zum Heimspiel gegen den FC Kärnten am 24. Mai 2003 (Rapid gewinnt übrigens vor gerade 4.800 Zuschauern mit 2:1) aus. Bald schon finden die Oberösterreicher aber in den Ultras Rapid und in italienischen Ultrà-Gruppen Vorbilder, wie ein Sprecher der Lions erzählt: „Wir fanden immer mehr Gefallen an der aktiven Fanszene und haben uns dann auch dementsprechend orientiert und unseren eigenen Weg gefunden.“ Das internationale Vorbild der Lions werden die legendären Fossa dei Leoni (lateinisch: Löwengrube) des AC Milan, die sich nach 37-jährigem Bestehen 2005 allerdings auflösen.

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