Zum 50. Geburtstag von Trifon Ivanov hat das deutsche Fußballmagazin 11Freunde ein Interview mit dem bulgarischen „enfant terrible“ geführt. Wir haben die besten Sager.

Ich glaube nicht, dass ich den Stürmern durch mein Äußeres Angst eingejagt habe. Respekt entwickelt sich nur durch das, was du auf dem Rasen zeigst, nicht weil man Hörner oder lange 
Haare hat.

Einmal musste ich sechs Spiele aussetzen, weil ein Spieler von Linz mich als dreckigen Bulgaren beschimpft hatte und ich ihm daraufhin meinen Ellenbogen ins Kinn gerammt habe. Und bei einem Freundschaftsspiel 1991 gegen Italien in Sofia spuckte mir Gianluca Vialli mitten ins Gesicht. Im nächsten Moment lag er schon auf dem Boden, es war wie bei Zidane und Materazzi. Ich war im Unrecht, aber kein menschliches Wesen hat seine Emotionen ständig unter Kontrolle.

Als Gress (Anm.: Gilbert Gresse, 1994 Ivanovs Trainer bei Neuchâtel Xamax) vor einem Heimspiel seine Ansprache hielt, hörte ich wie gewöhnlich nicht zu. Dann stand ich auf, um mich vorzubereiten, als mich ein Mitspieler seltsam ansah: ‚Warum machst du dich warm, du spielst doch gar nicht?’ Und tatsächlich, mein Name stand nicht in der Aufstellung. Also verzog ich mich in das Café auf der Tribüne, um mir von dort das Spiel anzusehen. Ich trank einen Kaffee, rauchte eine Zigarette, und auf einmal stand der Präsident hinter mir: ‚Was machst du hier? Spielst du nicht? Ich kümmere mich darum.’ Ich bin dann zur 15. Minute eingewechselt worden, wir haben 2:1 gewonnen, und ich habe den Siegtreffer erzielt.

Er (Anm.: Hannes Nouza) kam mit dem Privatflugzeug und seinen Anwälten nach Sofia und sagte zu mir: ‚Ab jetzt spielst du für Rapid!’ Eine Woche später schickte er sein Flugzeug, um mich nach Wien zu holen.

 

Hier geht’s zum kompletten 11-Freunde-Interview: Trifon Iwanow wird 50!

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