Der Rapid-Geist ist in Wahrheit ein sturer Bock. Glaube ich, weil persönlich kenne ich ihn nicht. Manchmal glaub ich ihn zu spüren, wenn er durch’s Stadion weht und die Kugel über die Torlinie drückt. Wenn er als zweite Luft mitstürmt,  bevor der Mannschaft die Kraft ausgeht. Er lässt sich gern durch rhythmisches Klatschen aufs Spielfeld bitten. Er hilft denen, die zusammenstehen und gemeinsam im roten Bereich drehen um das Unmögliche möglich zu machen. Dann kann man auf ihn zählen.

Aber wann und wo er unter die Arme greift, das will schon er selber bestimmen. Sein natürlicher Feind ist das Reißbrett. Ihm steigt die Grausbirn auf, wenn man ihn links liegen lässt und die Einladung zur Meisterfeier schon vor dem Saisonstart postalisch bestellt. Dann kann es sein, dass er ungebeten ins Stadion kommt, beim Vorbeiwehen am Pizzastand kurz in die Ecke speibt und er es sich angewidert am Stadiondach gemütlich macht. Dann beobachtet er das Treiben von oben und lässt uns zappeln. Wenn wieder eine Gewinnausschüttung angepriesen oder ein Gewinnspiel verkündet wird, dann gibt er sich einen Ruck und flüstert dem Schiri, er solle doch noch eine Minute länger nachspielen lassen, verleiht dem Freistoß aufs Rapidtor noch eine Extrafettn oder lässt mir nix dir nix einen 1000-Gulden-Schuß auf unser Gehäuse los. Dafür fährt er auch gern auswärts mit.

Wenn der Rapid-Geist ned wü, nutzt es goanix. Hätte man die Rechnung nur nicht ohne ihn gemacht.

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